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Spinat-Blätter

Was ist Nachhaltigkeit? Nachhaltigkeit vs. CSR vs. ESG

Autorenbild: Anna NeumannAnna Neumann
nachhaltiges Ökosystem

In der heutigen Geschäftswelt ist Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern wird immer mehr zu einer Anforderung. Einseitige Jahresfinanzberichte werden jetzt immer häufiger von einem Bericht über nicht finanzielle oder Nachhaltigkeitsindikatoren begleitet. Während die Finanzberichterstattung die aktuelle Gesundheit und den Zustand des Unternehmens aufzeigt, zeigen die nicht finanziellen oder Nachhaltigkeitsindikatoren die Zukunft des Unternehmens.

Nach Angaben von KPMG berichten 96 % der 250 weltweit führenden Unternehmen über ihre Nachhaltigkeit. Aus der CSR-Studie von Cone Communications geht hervor, dass 87 % der Kunden ein Produkt kaufen, weil sich das Unternehmen für ein für sie relevantes Thema/Nachhaltigkeit einsetzt, und sich dagegen entscheiden, ein Produkt zu kaufen, wenn die Maßnahmen des Unternehmens nicht mit ihren Überzeugungen übereinstimmen.

Die Terminologie der Nachhaltigkeit kann jedoch unklar sein. CSR und ESG werden auch oft als Synonyme für Nachhaltigkeit verwendet.


Was ist der Unterschied zwischen Nachhaltigkeit, CSR und ESG?

Nachhaltigkeit

Die Brundtland-Kommission der Vereinten Nationen gibt folgende Definition: Nachhaltigkeit ist "die Erfüllung der Bedürfnisse der Gegenwart, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen". Nachhaltigkeit kann als ein übergreifender Begriff gesehen werden, der sowohl CSR- als auch ESG-Ansätze umfasst und sich mit der fairen und gerechten Nutzung von Ressourcen und menschlichen Interaktionen befasst. Es gibt keine festgelegte Anzahl von Indikatoren für die Messung der Nachhaltigkeit, sie könnte jedoch bis zu einem gewissen Grad durch ESG-Indikatoren gemessen werden. Die drei Säulen der Nachhaltigkeit (auch "Triple Bottom Line der Nachhaltigkeit" genannt) sind: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Der soziale Teil wird oft speziell als menschliche und Governance-Aspekte definiert. Die Vereinten Nationen bieten eine gute visuelle Darstellung dieser 3 Säulen:


Triple Bottom Line
Quelle der Abbildung: https://www.unssc.org/news-and-insights/blog/sustainable-development-what-there-know-and-why-should-we-care

Corporate Social Responsibility (CSR)

Das Konzept der unternehmerischen und sozialen Verantwortung wurde 1953 von dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Howard Bowen eingeführt. Es begann als eine freiwillige Bewegung von Unternehmen, für wohltätige Zwecke zu spenden und bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen. Inzwischen hat es sich zu einem Bereich mit einer breiten Palette von Maßnahmen in sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bereichen entwickelt. CSR steht für die unternehmensinternen Werte und die Unternehmenskultur und sollte in die gesamte Unternehmenspolitik eingebettet werden. Sie wird nun aus der Sicht der Mitarbeiter und Kunden zu einer Forderung.

Einige gute globale Beispiele für CSR-Initiativen:

-Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit verbundene Maßnahmen

-Verbesserung der Inklusion und des Schutzes der Arbeitnehmerrechte

-Teilnahme an Bio- und Fair-Trade-Initiativen und -Zertifizierungen

-Verringerung des Umwelt- und Kohlenstoff-Fußabdrucks

-Förderung der Gemeinschaft durch Freiwilligenarbeit und Spenden


Environment, Social, Governance (ESG)

ESG basiert ebenfalls auf denselben drei Säulen der Nachhaltigkeit, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der quantitativen Datenbewertung zur Messung der drei Säulenaspekte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Governance des Unternehmens. Er ist bei Investoren und externen Stakeholdern beliebt und wird als quantitativer Nachweis für die Nachhaltigkeitsbestrebungen und -erfolge eines Unternehmens verwendet. Es misst soziale und ökologische Indikatoren und zeigt deren Auswirkungen auf die finanzielle Gesundheit und die Zukunft des Unternehmens. ESG wurde 2005 von der Initiative des Umweltprogramms der Vereinten Nationen eingeführt und hat seitdem aufgrund seiner quantifizierbaren, messbaren Natur mehr an Popularität gewonnen als CSR. Eine gute ESG-Leistung senkt die Kapitalkosten und verbessert die Unternehmensbewertung, was die Verfügbarkeit von Finanzmitteln erhöht. Daher kann der ESG-Bereich häufig in den Abteilungen für Compliance und Audit eines Unternehmens angesiedelt werden.

Beispiele für die gängigsten ESG-Indikatoren:

-Energieeffizienz

-Emissionen von Treibhausgasen

-Personalfluktuation

-Alterszusammensetzung und Diversität der Belegschaft

-Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter

-Korruption und Steuertransparenz usw.

Hier sind die häufigsten von PWC identifizierten ESG-Bereiche:


ESG-Bereiche: PWC Beispiel
Quelle der Abbildung: https://www.pwc.com/sk/en/environmental-social-and-corporate-governance-esg/esg-reporting.html

CSR vs. ESG-Vergleich:

1. CSR ist in der Regel freiwillig und selbst reguliert. ESG - oft von Investoren und anderen Stakeholdern geforderte externe Compliance

2. CSR - wirkt sich meist auf die interne Unternehmenskultur und -politik aus. ESG konzentriert sich auf die externen Auswirkungen des Unternehmens auf die soziale und ökologische Umwelt.

3. CSR - qualitative Ziele (Werte und Strategie). ESG - messbare quantitative Indikatoren (Wesentlichkeitsanalyse, KPIs, Kosteneinsparungen)

4. CSR - meist relevant für Mitarbeiter und Kunden; ESG -. Wichtig für Investoren und Stakeholder und Messung des langfristigen Fortschritts

5. CSR - orientiert sich an den Unternehmenswerten. ESG - orientiert sich an Wesentlichkeit und finanzieller Unternehmensstabilität

6. CSR - kann einen breiteren Geltungsbereich haben, ESG - konzentriert sich auf die Indikatoren und den Berichtsumfang

7. CSR - Ansätze und Berichterstattung können von Unternehmen zu Unternehmen variieren; ESG - eher standardisierte Berichte.



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